trittweit

Kanufahren, HüteDienst und WanderLust

28. August – 08. September 2019

Nach der Wanderung zum Tent Ridge haben wir uns im Kanufahren versucht. Von Canmore ging es flussabwärts nach Exshaw. Schon nach wenigen Minuten haben sich am Flussufer drei Hirsche blicken lassen.





Die Strömung liess nach wenigen Kilometern nach, dafür nahm der Gegenwind umso mehr zu. Dann hiess es paddeln, paddeln, paddeln. Das ging zur Abwechslung in die Arme und nicht in die Beine. Und wieder einmal mehr war das Ganze dank der Aussicht halb so streng.







Mit dem Auto von Chris ging es dann nach Calgary. Da besorgten wir noch einige Dinge, die wir für unsere Reise brauchten oder ersetzen mussten. Danach machten wir uns auf zu Benno und Nägi Nigg, die etwas ausserhalb der Stadt in einem schönen und grossen Haus mit Garten wohnen. Benno ist mit der Mutter von Aurelia verwandt und hatte einige Geschichten von früher zu erzählen. Wir durften mit ihnen einen sehr gemütlichen Abend verbringen, den wir im Golf Club bei einem köstlichen Abendessen geniessen durften. Da waren wir sehr froh, dass wir unsere besten Kleidungsstücke angezogen hatten. Mit Bike-Kleidern oder Wanderhosen hätten wir da wohl nicht ganz so gut hineingepasst. Benno & Nägi sind treue Gäste im Posthotel in Lake Louise und kennen da einige Leute, die auch Tom während seiner vergangenen Zeit in Kanada kennengelernt hat. So ist das auch mit Janine Lötscher aus dem Wallis oder auch mit Moni, die sich sehr gut an die stets freundliche Familie Nigg erinnern kann. Sie bediente die Schweizer einige Male als Gäste im Posthotel.

Am nächsten Tag besuchten wir Tobi Breuer, seine Frau Blythe und die kleine und süsse Emilin. Tobi ist vor einigen Jahren von der Schweiz nach Kanada ausgewandert und arbeitete zuerst als Schreiner. Heute ist er Feuerwehrmann und kann viele spannende Geschichten von seiner Arbeit erzählen. Aber auch Blythe, die Lehrerin in Calgary ist, kann uns mit ihrer diesjährigen 40-köpfigen Schulklasse zum Staunen bringen. Einfach unglaublich und für Aurelia noch ein wenig unvorstellbar, wie das funktionieren kann. Ihre 9c in Riggisberg zählte gerade einmal 12 Nasen.

Zurück in Exshaw haben wir mit der kleinen Emilie einen Hüte-Tag eingelegt. Da durften wir mal Kinderhaben-Luft schnuppern und erleben, was es heisst auf ein pflegeleichtes und unkompliziertes Kind einen Tag lang aufzupassen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt. Geweint hatte sie nur einmal, weil ihre Nase geputzt werden musste und das mag sie aber wirklich einfach gar nicht gerne. Aber trotzdem… das Kinderkriegen muss noch ein wenig warten. =)

Mit Chris ging es für einen Tag aufs Mountainbike. Dank ihm erhielten wir zwei Fullies vom Veloladen Rebound Cycle, die genug Federweg und Grip für diesen Biketag boten. Wir fuhren hoch zum Razors Edge bei Lac des Arcs und wurden da technisch schon ziemlich herausgefordert. Das Herz fiel bei den vielen Drops und steinigen Stellen schon einige Male in die Hose. Nachdem dann aber Tom den Boden etwas übler geküsst und einige Wunden zu lecken hatte, genossen wir den Weg hinunter mit etwas mehr Vorsicht und Vernunft.













Da unsere Muskulatur in den Armen noch ein wenig gestärkt werden musste und wir das Kanu fahren einfach sehr genossen haben, machten wir uns auf nach Banff. Zuerst besuchten wir aber nochmals den Farmers Market. Da haben ein weiteres Mal Chris und Moni aber auch ihre guten Freunde Melody und Sylvain mit ihrem Crepes-Wagen besucht. Der Markt hat viele schöne Sachen zu bieten und bringt gute Stimmung mit sich.





















Moni, die Gute, arbeitet für Alpine Club Canada in Canmore. Sie nimmt Reservationen auf, empfängt Gäste, verkauft Mitgliedschaften und nimmt Feedbacks entgegen. Sie hebt aber auch Reservationen für verschiedene Berghütten auf. Und so auch in dieser Woche. Und dann erst noch in der Berghütte beim heiss begehrten Lake O’Hara. Da muss man normalerweise ein Jahr im voraus sein Schlafplatz reservieren. Die gute Moni dachte da sehr schnell an ihre beiden Gäste aus der Schweiz, die sie für eine Nacht aus ihrem Haus loswerden konnte. =) Ach, wir hatten so viel Glück und Gutwillen, dass wir da oben eine Nacht verbringen durften. Es war einfach herrlich. Das gute Wetter, die vielen verschiedenen Blautöne in den Seen, die nahen Felsen, die Bäche, das unerschrockene Streifenhörnchen, die vielen herzlichen Wanderer in der Berghütte, der liebe Hüttenwart Ron, der uns ein Bier spendierte aber auch Karl, der irische Fotograf, mit dem wir über Reisen, seine Arbeit, Familie und Auto putzen gequatscht haben. Das alles war einfach sehr sehr schön!





























Zurück in Exshaw machten wir uns mit Chris, Moni, Emilie und Rocky auf zu den Troll Falls im Kananaskis Country. Auf dem familienfreundlichen Wanderweg würde man eigentlich einige Trolls entdecken, doch an diesem Tag hielten sich diese kleinen Kerle in ihrem besten Versteck. Wir hatten aber trotzdem unseren Spass und genossen den warmen Tag in vollen Zügen.











Heute morgen, als wir auf Emilie aufpassten und unsere Taschen packten, haben wir spontan Besuch von Schwarzbären bekommen. Rocky sass vor der Terrassentür, schaute hinaus und fing an zu knurren. Da tappten doch glatt drei junge Bären mit ihrer Mutter durch den Hintergarten. Tom lief den Tieren nach und konnte einige Fotos im Dorf schiessen. Schon toll solchen Tieren einfach mal so zu begegnen. Aber zum Glück spielten wir im Haus und Rocky musste nicht gerade pinkeln!





Next Post

Previous Post

3 Comments

  1. Daniela Soder September 9, 2019

    Wieder toll Euer Bericht! Danke?

    Habe ich noch Verwannte dort??
    Ledig war mein Name auch Nigg
    Heimatort Gersau

    Weiterhin viele spannende Erlebnisse!
    Liebe Grüsse
    Daniela

    • admin September 28, 2019 — Post Author

      Ue Daniela
      Vielen Dank! Uff das könnte schon sein, aber sie sind aus Bad RAgaz, respektive Cazis. Lustig ha!

      Danke Daniela, dir einen schönen Herbst und geniesse die Farben im Wald!
      Aurelia und Tom

  2. chlopfer September 10, 2019

    mega schöni bilder! chume gad fernweh über u das trotz mire höche ökobilanz 😛

    häbet nech sorg u gniessets für mi mit.

Leave a Reply

© 2022 trittweit

Theme by Anders Norén